Newsletter
Hy-Lok DSuche
Suche
Kontakt
Kontakt
Jobs
Jobs
Kataloge
Kataloge
Englisch
Englisch
Menü
Menü

SIL: Zertifizierte Betriebssicherheit in der Chemieproduktion

Oyten, 25.04.19

Hy-Lok-Kugelhähne geeignet für sicherheitstechnische Anlagen bis Safety Integrity Level 4

Katastrophen aufgrund von Störfällen in chemischen Produktionsanlagen sind ein Schreckensszenario für Sicherheitsingenieure und das Management von Chemieunternehmen gleichermaßen. Die Ursachen sind häufig banal, wie die größte Chemiekatastrophe der Geschichte in Bhopal 1984 gezeigt hat. Der wahrscheinliche Grund waren veraltete, nicht mehr funktionstüchtige Ventile, die zu einem unkontrollierten Wassereintritt in den Autoklaven führten. Die Folge war eine Kette von unkontrollierten, chemischen Reaktionen und eine Verpuffung von ätzendem Methylisocyanat (MIC). Über 3.000 Menschen starben, es gab über 500.000 Verletzte.

In Europa führte die Dioxin-Katastrophe in Seveso 1976 zu einer Neufassung der EU-Richtlinie zur „Beherrschung von Gefahren bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen“, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Sicherheitsstandards in chemischen Produktionsanlagen in Europa führte. Dennoch sind Ausfälle sicherheitsrelevanter Bauteile in der chemischen Produktion bis heute nicht auszuschließen. Zu welchen Folgen ungenügende anlagenseitige Sicherheitsvorkehrungen führen, zeigen die Unfälle der jüngeren Vergangenheit im Chemiepark Marl oder die vielen noch bewusste Sandoz-Katastrophe, als bei der Vergiftung des Rheins auf einer Strecke von über 400 Kilometer fast sämtliche Fische starben. Neben dem Schicksal von Toten, Verletzten und massiven Umweltschäden führen Unfälle zu erheblichen finanziellen Belastungen und einem immensen Imageschaden für die Unternehmen.

Das Safety Integrity Level-Konzept

Die weiter entwickelte Seveso-Richtlinie 96/82/EG mündet in dem neuen Sicherheitskonzept des „Safety Integrity Level“ (SIL) zur funktionalen Sicherheit von mechanischen Komponenten gemäß IEC 61508 (EN 61508). Sie bietet Ingenieuren eine berechenbare Größe bei der Konstruktion von sicherheitsrelevanten Bauteilen und Einrichtungen in chemischen Anlagen auf der Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die Gefahrenanalyse für überwachungspflichtige Anlagen nach der TRBS (Techn. Regel Betriebssicherheit) bestimmt die erforderlichen Zulassungen und die nach dem erforderlichen SIL-Level einzusetzenden Komponenten, wobei SIL 4 die höchste Stufe der Sicherheitsintegrität und SIL 1 die niedrigste darstellt. Hohe Stufen der Sicherheitsintegrität sind in der Regel vorgeschrieben für Anlagen, in denen mit giftigen, ätzenden oder brennbaren Stoffen gearbeitet wird.

Hy-Lok-Kugelhähne einsetzbar bis SIL 4

Hy-Lok D in Oyten hat jetzt die häufig in sicherheitstechnischen Anwendungen eingesetzten Kugelhähne mit pneumatischem Antrieb der Serien 102, 105 und SO vom SGS-TÜV Saar nach SIL bewerten lassen. Die Hy-Lok-Kugelhähne mit pneumatischem Antrieb sind nach SIL 2 zertifiziert und als mechanische Komponenten in Prozessen zugelassen, die aufgrund der Gefahrenanalyse nach SIL-Stufe 2 klassifiziert sind. Durch redundante Auslegung der Anlage mit zwei Ventilen in Reihen- oder Parallelschaltung oder anlagenseitig zu installierende, regelmäßige Teilhubtests erfüllen die Bauteile auch die Sicherheitsintegritätsstufe 3 und 4.

Eingesetzt werden die pneumatisch angetriebenen Kugelhahnventile zum teilweisen oder vollständigen Verschließen oder Öffnen von Rohrleitungen zum Beispiel, um den Austritt von Stoffen in die Umgebung zu verhindern, um inerte Gase oder Flüssigkeiten zum Stoppen unerwünschter Reaktionen in Prozesse einzuleiten oder um Stoffe kontrolliert in Sicherheitsbehälter auszuleiten.

Die Kugelhähne der Serien 102, 105 und SO sind als 2-Wege-Ausführung in gerader Form oder in Eckform, oder als 3-Wege-Ausführung mit Eingang unten oder seitlich konstruiert.
 

Technische Daten

Hy-Lok Kugelhähne Serie 102, 105, SO

Gehäuse:

Edelstahl 316 oder Alloy 400

Druck (Sitz PEEK):

bis zu 690 bar (10.000 psi) bei 21 °C (70 °F)

Temperatur

 

Sitz PVDF

von -30 °C bis 130 °C (-22 °F bis 265 °F)

Sitz PEEK

von -54 °C bis 260 °C (-65 °F bis 500 °F)

 

Prüfungen

  • Stickstoff bei 69 bar (1.000 psi) mit einer max. Leckrate von 0,1 Ncm³/min
  • Hydrostatischer Test des Gehäuses mit 1,5fachem zulässigem Arbeitsdruck
  • ISO 15848
  • VDI 2440
  • Safety Integrity Level (SIL) 2
     

© Hy-Lok D Vertriebs GmbH

Zur Veröffentlichung, honorarfrei. Belegexemplar oder Hinweis erbeten.

 

Zur Produktseite


Hy-Lok D Vertriebs GmbH
An der Autobahn 15
D-28876 Oyten

 
  +49 4207 6994-0
  +49 4207 6994-40


Ein Unternehmen der HANSA-FLEX Gruppe